Haushaltsbuch führen Schweiz: So behältst du den Überblick
Der Schweizer Durchschnittshaushalt gibt rund CHF 1'100 pro Monat für Nahrungsmittel und Getränke aus. Für Familien mit zwei Kindern sind CHF 1'400 keine Seltenheit. Die meisten wissen das ungefähr. Wer es genau wissen will, führt ein Haushaltsbuch.
Was ein Haushaltsbuch bringt
Ein Haushaltsbuch listet, wofür das Geld ausgeht. Du siehst am Monatsende, wie viel Früchte und Gemüse kosten, wie viel Fleisch, wie viel Süssigkeiten. Ohne diesen Überblick bleibt es Schätzung.
Das Bundesamt für Statistik (BFS) veröffentlicht alle fünf Jahre eine Haushaltsbudgeterhebung. Sie zeigt: Schweizer Haushalte unterschätzen ihre Lebensmittelausgaben im Schnitt um 20 bis 30 Prozent.
Die vier grössten Ausgaben-Kategorien in der Schweiz
Gemäss BFS-Erhebung entfallen die grössten Haushaltsausgaben auf:
- Wohnen und Energie (ca. CHF 2'000 pro Monat für Miethaushalte)
- Mobilität (Auto, ÖV, Versicherung)
- Lebensmittel und Getränke (ca. CHF 1'100)
- Gesundheit (Prämien, Franchisen, Selbstbehalt)
Bei Wohnen und Mobilität ist der Spielraum gering, weil Verträge laufen. Bei Lebensmitteln ist er gross. Wer weiss, was er ausgibt, kann gezielt ansetzen.
Excel-Haushaltsbuch: Was funktioniert, was nicht
Eine Excel-Tabelle kostet nichts und gibt volle Kontrolle. Du trägst jeden Einkauf ein: Datum, Laden, Betrag, Kategorie. Nach einem Monat hast du ein klares Bild.
Der Aufwand ist real. Ein Wocheneinkauf bei Migros mit 30 Artikeln braucht rund 10 Minuten zum Eintippen. Bei zwei Einkäufen pro Woche und zwei Personen im Haushalt summiert sich das schnell auf eine Stunde pro Monat.
Wer das konsequent durchhält, profitiert. Die meisten hören nach drei bis vier Wochen auf.
Tipp: budgetberatung.ch bietet eine kostenlose Excel-Vorlage auf Schweizer Verhältnisse abgestimmt. Sie enthält MWST-Kategorien, Krankenkassenprämien und L-GAV-relevante Positionen.
Was du im Haushaltsbuch erfassen solltest
Für das Lebensmittelbudget reichen fünf Kategorien:
- Frische Produkte (Früchte, Gemüse, Fleisch, Milchprodukte)
- Grundnahrungsmittel (Brot, Pasta, Reis, Konserven)
- Getränke
- Reinigung und Hygiene
- Sonstiges
Mehr Kategorien helfen nicht. Sie machen die Erfassung mühsamer, und du hörst früher auf.
Wo Schweizer Haushalte beim Einkauf einsparen
Coop und Migros halten zusammen über 60 Prozent des Schweizer Detailhandels. Wer ausschliesslich dort kauft, zahlt Marktführerpreise.
Konkrete Preisdifferenzen:
- Vollmilch 1 Liter: Coop ca. CHF 1.35, Lidl ca. CHF 0.99
- Olivenöl 1 Liter: Migros ca. CHF 8.90, Aldi ca. CHF 5.49
- Pasta 500g: Coop ca. CHF 1.80, Lidl ca. CHF 0.99
Bei Produkten, die du jede Woche kaufst, summieren sich solche Differenzen auf CHF 50 bis 100 pro Monat. Das setzt voraus, dass du weisst, was du wo bezahlst.
Wochenbudget setzen und halten
Ein Wochenbudget funktioniert besser als ein Monatsbudget. Der Zeitraum ist überschaubar. Du siehst am Donnerstag, ob du am Freitag noch gross einkaufen kannst, oder ob du mit dem Rest auskommst.
Für einen Zweipersonen-Haushalt in der Schweiz sind CHF 200 bis 250 pro Woche für Lebensmittel ein realistischer Richtwert. Familien mit Kindern rechnen mit CHF 300 bis 400.
Haushaltsbuch für Lebensmittel: automatisch statt manuell
Bonclair ist eine Schweizer Web-App, die Kassenbons automatisch ausliest. Bon fotografieren oder als PDF hochladen, die App erkennt alle Artikel und sortiert sie nach Laden, Monat und Kategorie.
Du bekommst ohne manuelles Eintippen:
- Eine Ausgaben-Übersicht nach Monat und Kategorie
- Einen automatischen Preisvergleich über alle gescannten Läden
- Ein Wochenbudget mit Live-Anzeige
- Die komplette Einkaufs-History nach Artikel und Laden
Unterstützt werden Coop, Migros, Lidl, Aldi Suisse, Denner und Spar.
Haushaltsbuch automatisch führen
Kassenbon hochladen und sofort sehen, wofür das Geld geflossen ist.
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